Struktur statt Einzelmaßnahmen
Nachhaltigkeit im Sondermaschinenbau bedeutet mehr als nur Energieeinsparung oder CO2-Kennzahlen. Sie thematisiert neben den ökologischen Gesichtspunkten auch soziale und unternehmerische Themen wie Personalpolitik, Arbeits- und Gesundheitsschutz, aber auch Kundenbeziehungen, Innovationsfähigkeit und die langfristige Wettbewerbsposition des Unternehmens.
Die ERMAFA Sondermaschinen und Anlagenbau GmbH mit Standorten in Chemnitz und Ellefeld hat sich bewusst entschieden, Nachhaltigkeit nicht reaktiv zu behandeln, sondern strukturiert aufzubauen. Gemeinsam mit der Texulting wurde eine vollumfängliche Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt, die weit über ein regelerfüllendes Dokument hinausgeht.
Zu Beginn standen noch keine Kennzahlen, sondern eine strategische Fragestellung:
- Wo stehen wir heute?
- Welche Themen sind für unser Geschäftsmodell wirklich wesentlich?
- Wie schaffen wir belastbare Transparenz gegenüber Kunden und Partnern?
Im Projektverlauf wurden Verantwortlichkeiten definiert, Datenstrukturen aufgebaut und Nachhaltigkeit systematisch in bestehende Prozesse integriert. Die Methodik orientierte sich dabei an einen internationalen anerkannten Standards und wurde so angelegt, dass sie langfristig weiterentwickelt werden kann. Ein zentrales Element war die erstmalige Erstellung eines Corporate Carbon Footprints nach dem Greenhouse Gas Protocol. Die vollständige Erfassung der Emissionen über alle Scopes hinweg schuf erstmals ein klares Bild der unternehmerischen Klimaauswirkungen. Unter Betrachtung sämtlicher Scope 1, Scope 2 und einer vordefinierten Menge an Scope 3 Emissionen, bezifferte sich das Ergebnis für das Jahr 2024 944,43 Tonnen CO2e.
Wichtiger als die absolute Zahl war jedoch die Struktur dahinter. Die Analyse zeigte, wie sich Emissionen zwischen energiebedingten Verbräuchen, eingekauften Materialien und Mobilität verteilen. Damit entstand neben rein finanziellen Kriterien eine weitere Entscheidungsgrundlage für zukünftige Investitionen, Prozessoptimierungen und strategische Prioritäten.
Strategische Klarheit in einem komplexen Umfeld
Für ein hochspezialisiertes Maschinenbauunternehmen ist Nachhaltigkeit eng mit dem Kerngeschäft verknüpft. Materialeinsatz, Energiebedarf in der Fertigung und die Lebensdauer der Produkte bestimmen maßgeblich die ökologische Wirkung.
Durch die strukturierte Berichterstattung wurde deutlich, wo echte Hebel liegen. Nicht in isolierten Einzelmaßnahmen, sondern in der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells. Die Verlängerung von Maschinenlebenszyklen, Retrofit Konzepte, effizientere Materialverwendung und energetische Optimierungen in der Produktion wurden als einige von vielen strategische Handlungsfelder identifiziert.
Gleichzeitig wurde Transparenz entlang der Wertschöpfungskette geschaffen. Das stärkt die Dialogfähigkeit mit Kunden, die zunehmend ESG Informationen in ihre Lieferantenbewertung einbeziehen. Nachhaltigkeit ist somit vom Einzelprojekt zur Managementaufgabe geworden.
Von Transparenz zu externer Anerkennung
Auf Basis der bereits vorhanden Strukturen und der zusätzlich nichtfinanziellen Berichterstattung erfolgte im Anschluss die Bewertung durch EcoVadis. Mit einer Gesamtbewertung von 69 von 100 Punkten positioniert sich ERMAFA im oberen Leistungsbereich. Bereits ohne weitere strategische Maßnahmen ist die Firma ERMAFA stark in den Bereichen Bereiche Arbeits- und Menschenrechte mit 75 Punkten sowie Umwelt mit 66 Punkten aufgestellt. Es lässt sich festhalten, dass diese Bewertung kein isoliertes Zertifikat, sondern das Ergebnis systematisch aufgebauter Strukturen, dokumentierter Prozesse und klarer Verantwortlichkeiten ist.
Konkret heißt das: Neben höhere Glaubwürdigkeit im internationalen Wettbewerb und bessere Positionierung gegenüber anspruchsvollen Industriekunden, bedeutet die transparente Berichterstattung auch eine belastbare Grundlage für zukünftige regulatorische Entwicklungen an der Hand zu haben.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor
Das Projekt hat gezeigt, dass Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht am Ende eines Prozesses steht, sondern am Anfang einer strategischen Entwicklung. Die Organisation verfügt nun über:
- klare Emissionskennzahlen,
- definierte Steuerungsgrößen,
- strukturierte Dokumentationsprozesse
- und eine international anerkannte Bewertung
Nachhaltigkeit ist damit kein Zusatzthema mehr, sondern ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung.
ERMAFA hat sich nicht nur transparenter aufgestellt. Das Unternehmen hat seine strategische Resilienz gestärkt und die Weichen für eine zukunftsfähige Positionierung im Sondermaschinenbau gestellt. Wir sind stolz die erste Maschinenfabrik in Chemnitz bei diesem Prozess begleiten zu dürfen und noch viel gespannter wie Ihre selbstgesteckten ambitionierten ESG-Ziele in Zukunft die Firma und die Menschen dieser bewegen wird.
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So erreichen Sie uns:
Wir begleiten Sie von der Bestandsaufnahme bis zum fertigen Bericht – strukturiert, nachvollziehbar und passgenau für Ihr Unternehmen.
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