Zukunft der Platte Vol. 3 und Silicon Saxony: Nachhaltiges Bauen zwischen Praxis, Daten und Umsetzung

Die Bau- und Immo­bi­li­en­bran­che steht unter Druck. Stei­gen­de Anfor­de­run­gen an Nach­hal­tig­keit, neue regu­la­to­ri­sche Vor­ga­ben und wirt­schaft­li­che Rah­men­be­din­gun­gen zwin­gen zum Umden­ken. Gleich­zei­tig liegt genau hier einer der größ­ten Hebel für Kli­ma­schutz und Res­sour­cen­scho­nung.

Zwei Ver­an­stal­tun­gen Ende April haben das sehr deut­lich gezeigt: der Round­ta­ble „Zukunft der Plat­te Vol. 3“ in Cos­wig sowie das Forum Zukunft Gebäu­de von Sili­con Sax­o­ny in Dres­den.

Kreislaufwirtschaft im Bau: Praxis bei ALHO

Beim drit­ten Round­ta­ble „Zukunft der Plat­te“ haben Fran­zis­ka Leh­mann und Jes­si­ca Spal­ler erneut eine bewusst klei­ne, dafür sehr fokus­sier­te Run­de orga­ni­siert. Ziel des For­mats ist es, Fach­leu­te aus Bau, Archi­tek­tur, Stadt­ent­wick­lung, Finan­zie­rung und Nach­hal­tig­keit zusam­men­zu­brin­gen und kon­kre­te Lösun­gen für den Gebäu­de­be­stand zu dis­ku­tie­ren.

Gast­ge­ber war dies­mal ALHO Sys­tem­bau GmbH in Cos­wig, ein Unter­neh­men, das sich auf modu­la­res und indus­tri­el­les Bau­en spe­zia­li­siert hat.

Im Fokus stand das The­ma Kreis­lauf­wirt­schaft im Bau­we­sen. Dis­ku­tiert wur­den sowohl die Her­aus­for­de­run­gen als auch kon­kre­te Lösungs­an­sät­ze. Beson­ders greif­bar wur­de das The­ma in der Pro­duk­ti­on: Die Teil­neh­men­den konn­ten direkt sehen, wie modu­la­re Gebäu­de ent­ste­hen.

Die Bau­wei­se zeigt, wie nach­hal­ti­ges Bau­en prak­tisch funk­tio­nie­ren kann. Die Modu­le wer­den so gefer­tigt, dass sie

  • schnell instal­liert wer­den kön­nen
  • Res­sour­cen effi­zi­ent genutzt wer­den
  • und Gebäu­de spä­ter wie­der demon­tier­bar blei­ben

Ein zen­tra­ler Gedan­ke, der sich durch den gesam­ten Aus­tausch gezo­gen hat: Kreis­lauf­wirt­schaft beginnt im Design.
Gebäu­de müs­sen von Anfang an so geplant wer­den, dass Mate­ria­li­en wie­der­ver­wen­det und Bau­tei­le getrennt wer­den kön­nen. Ohne die­se Per­spek­ti­ve las­sen sich nach­hal­ti­ge Bau­kon­zep­te lang­fris­tig nicht umset­zen.

ESG, Digitalisierung und Finanzierung: Perspektive bei Silicon Saxony

Direkt im Anschluss wur­de die­se pra­xis­na­he Sicht­wei­se beim Forum Zukunft Gebäu­de von Sili­con Sax­o­ny in Dres­den ergänzt.

Hier lag der Fokus stär­ker auf ESG im Bau- und Immo­bi­li­en­sek­tor, also auf den Anfor­de­run­gen an Umwelt, Sozia­les und Unter­neh­mens­füh­rung. Deut­lich wur­de, dass nach­hal­ti­ges Bau­en heu­te untrenn­bar mit Daten, Nach­wei­sen und Trans­pa­renz ver­bun­den ist.

Unter­neh­men müs­sen zuneh­mend kon­kre­te Infor­ma­tio­nen lie­fern zu

  • CO₂-Emis­sio­nen
  • ver­bau­ten Mate­ria­li­en
  • Ener­gie­ef­fi­zi­enz
  • Lie­fer­ket­ten

Die­se Daten sind längst nicht mehr optio­nal. Ban­ken, Inves­to­ren und Auf­trag­ge­ber for­dern sie aktiv ein. Nach­hal­tig­keit wird damit zu einem ent­schei­den­den Fak­tor für Finan­zie­rung, För­der­fä­hig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit.

Gleich­zei­tig wur­de deut­lich, wie eng The­men wie Digi­ta­li­sie­rung im Bau, BIM, digi­ta­le Zwil­lin­ge und smar­te Gebäu­de mit nach­hal­ti­gem Bau­en ver­knüpft sind. Ohne digi­ta­le Pro­zes­se las­sen sich vie­le die­ser Anfor­de­run­gen kaum effi­zi­ent umset­zen.

Fazit: Nachhaltiges Bauen ist eine Umsetzungsaufgabe

Was bei­de Ver­an­stal­tun­gen ver­bin­det, ist ein­deu­tig:
Nach­hal­ti­ges Bau­en ist kei­ne Visi­on mehr. Es ist eine kon­kre­te Umset­zungs­auf­ga­be.

Es reicht nicht, über Kon­zep­te zu spre­chen. Ent­schei­dend ist, wie gut sie im All­tag funk­tio­nie­ren. Dazu braucht es

  • durch­dach­tes Design
  • ver­läss­li­che Daten
  • trag­fä­hi­ge Geschäfts­mo­del­le
  • und funk­tio­nie­ren­de Finan­zie­rung

Genau hier setzt auch unse­re Ver­an­stal­tungs­rei­he „Zukunft der Plat­te“ an. Wir brin­gen unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven zusam­men und dis­ku­tie­ren ent­lang rea­ler Pro­jek­te und kon­kre­ter Her­aus­for­de­run­gen.

Der Aus­tausch der letz­ten Tage hat gezeigt, wie viel Poten­zi­al im Netz­werk steckt und wie wich­tig es ist, die­se The­men gemein­sam wei­ter vor­an­zu­trei­ben.

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