PPWR: EU Verpackungsverordnung verstehen

Was Unternehmen über Verpackungen, Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile, Kennzeichnung und Herstellerverantwortung wissen müssen.

Inhaltsverzeichnis

PPWR: Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

Die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung PPWR (Pack­a­ging and Pack­a­ging Was­te Regu­la­ti­on) ver­än­dert die regu­la­to­ri­schen Anfor­de­run­gen an Ver­pa­ckun­gen grund­le­gend. Was bis­lang häu­fig als rei­nes Ent­sor­gungs- oder Logis­tik­the­ma behan­delt wur­de, ent­wi­ckelt sich nun zuneh­mend zu einem stra­te­gi­schen Com­pli­ance- und Steue­rungs­feld ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te. 

Vie­le Unter­neh­men unter­schät­zen aktu­ell noch die Trag­wei­te der Ver­ord­nung. Häu­fig des­halb, weil die eige­ne Rol­le falsch ein­ge­ord­net wird oder Ver­pa­ckung nicht als eigen­stän­di­ges regu­la­to­ri­sches The­ma ver­stan­den wird. Die­se Ein­schät­zung birgt erheb­li­che Com­pli­ance-Risi­ken für pro­du­zie­ren­de Unter­neh­men. 

Was ist die PPWR?

Mit der Ver­ord­nung (EU) 2025/40 schafft die Euro­päi­sche Uni­on erst­mals einen ein­heit­li­chen Rechts­rah­men für Ver­pa­ckun­gen und Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le inner­halb der EU. Die bis­he­ri­ge Richt­li­nie wird damit abge­löst. Ziel der Ver­ord­nung ist es, Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le zu redu­zie­ren, die Recy­cling­fä­hig­keit zu erhö­hen und die Kreis­lauf­wirt­schaft euro­pa­weit sys­te­ma­tisch zu stär­ken (Euro­päi­sche Kom­mis­si­on, 2025). Die meis­ten Anfor­de­run­gen gel­ten ab dem 12. August 2026, wei­te­re Ver­schär­fun­gen fol­gen schritt­wei­se bis 2030 und dar­über hin­aus (IHK, 2025). 

Damit ent­steht erst­mals ein euro­pa­weit har­mo­ni­sier­ter Rah­men für Ver­pa­ckungs­de­sign, Recy­cling­fä­hig­keit, Rezy­klat­an­tei­le, Kenn­zeich­nung und erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung. 

Durch die Omni­bus-Initia­ti­ve der EU wur­den Umfang, Zeit­plan und Anwen­dung der CSRD poli­tisch ange­passt bezie­hungs­wei­se in Tei­len ver­scho­ben. Für vie­le klei­ne­re und mitt­le­re Unter­neh­men bedeu­tet das nicht auto­ma­tisch Ent­las­tung im All­tag. Denn Nach­hal­tig­keits­da­ten wer­den wei­ter­hin von Kun­den, Ban­ken, Inves­to­ren oder Geschäfts­part­nern abge­fragt.

Wich­tig ist des­halb: Auch wenn ein Unter­neh­men nicht direkt berichts­pflich­tig ist, kann es indi­rekt betrof­fen sein. Wer ESG-Daten, CO2-Kenn­zah­len oder Infor­ma­tio­nen zu Lie­fer­ket­ten struk­tu­riert vor­lie­gen hat, kann Anfor­de­run­gen schnel­ler und belast­ba­rer beant­wor­ten.

Wer ist betroffen?

Die PPWR betrifft grund­sätz­lich alle Unter­neh­men, die Ver­pa­ckun­gen oder ver­pack­te Pro­duk­te her­stel­len, impor­tie­ren, ver­trei­ben oder bereit­stel­len. Dazu gehö­ren nicht nur klas­si­sche Ver­pa­ckungs­her­stel­ler, son­dern auch Han­dels­un­ter­neh­men, Mar­ken­in­ha­ber oder Unter­neh­men, die Ver­pa­ckun­gen ledig­lich zukau­fen und unter eige­ner Mar­ke in Ver­kehr brin­gen (IHK,  2025).  

Hier liegt jedoch eines der größ­ten Miss­ver­ständ­nis­se in der Pra­xis. Vie­le Unter­neh­men gehen aktu­ell noch davon aus, dass die Ver­ord­nung sie nicht betrifft, weil Ver­pa­ckun­gen nur ein­ge­kauft oder extern pro­du­ziert wer­den. Tat­säch­lich grei­fen die Anfor­de­run­gen jedoch deut­lich wei­ter und betref­fen Unter­neh­men ent­lang der gesam­ten Lie­fer­ket­te. 

Beson­ders her­aus­for­dernd ist dabei die kor­rek­te Rol­len­iden­ti­fi­ka­ti­on. Unter­neh­men kön­nen gleich­zei­tig als Her­stel­ler, Impor­teur, Ver­trei­ber oder Lie­fe­rant auf­tre­ten. Die­se Rol­len bestim­men unmit­tel­bar die jewei­li­gen regu­la­to­ri­schen Pflich­ten und Haf­tungs­ri­si­ken (Euro­päi­sche Uni­on, 2025). 

Welche Anforderungen bringt die PPWR mit sich?

Die Ver­ord­nung greift tief in bestehen­de Ver­pa­ckungs- und Beschaf­fungs­pro­zes­se ein. Ver­pa­ckun­gen müs­sen künf­tig stär­ker auf Recy­cling­fä­hig­keit, Mate­ri­al­ef­fi­zi­enz und Kreis­lauf­fä­hig­keit aus­ge­rich­tet wer­den. Gleich­zei­tig stei­gen die Anfor­de­run­gen an Trans­pa­renz, Doku­men­ta­ti­on und Daten­ver­füg­bar­keit. 

Kon­kret beinhal­tet die PPWR fol­gen­de Anfor­de­run­gen: 

  • stoff­li­che Beschrän­kun­gen der Ver­pa­ckungs­be­stand­tei­le,  
  • die Opti­mie­rung von Volu­men und Gewicht,  
  • ver­pflich­ten­de Rezy­klat­an­tei­le bei Kunst­stoff­ver­pa­ckun­gen,  
  • neue Kenn­zeich­nungs- und Infor­ma­ti­ons­pflich­ten,  
  • ver­schärf­te Anfor­de­run­gen im Rah­men der erwei­ter­ten Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung (EPR) 
  • Sowie Kon­for­mi­täts­nach­weis gem. PPWR  (Euro­päi­sche Kom­mis­si­on, 2025). 

 

Vie­le Unter­neh­men unter­schät­zen dabei ins­be­son­de­re den ope­ra­ti­ven Auf­wand. Die Her­aus­for­de­rung liegt häu­fig weni­ger in ein­zel­nen Ver­pa­ckungs­an­pas­sun­gen, son­dern im Auf­bau belast­ba­rer Daten- und Pro­zess­struk­tu­ren. 

Warum der Handlungsdruck bereits heute entsteht

Vie­le Unter­neh­men benö­ti­gen erheb­li­chen Vor­lauf zur Vor­be­rei­tung. Die Umset­zung betrifft nicht nur ein­zel­ne Ver­pa­ckun­gen, son­dern häu­fig gesam­te Daten­struk­tu­ren, Lie­fe­ran­ten­be­zie­hun­gen und inter­ne Ver­ant­wort­lich­kei­ten. 

Beson­ders kri­tisch ist dabei die Ver­füg­bar­keit belast­ba­rer Ver­pa­ckungs­da­ten. In vie­len Unter­neh­men lie­gen Infor­ma­tio­nen zu Mate­ria­li­en, Gewich­ten oder Ver­pa­ckungs­be­stand­tei­len heu­te noch unvoll­stän­dig oder dezen­tral vor. Gleich­zei­tig wer­den Lie­fe­ran­ten künf­tig stär­ker Teil der regu­la­to­ri­schen Ver­ant­wor­tung und müs­sen aktiv in die Umset­zung ein­ge­bun­den wer­den. 

Hin­zu kom­men wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen. Nicht-kon­for­me Ver­pa­ckun­gen kön­nen lang­fris­tig Risi­ken beim Markt­zu­gang ver­ur­sa­chen. Zusätz­lich stei­gen Kos­ten­ri­si­ken durch EPR-Gebüh­ren, Ver­pa­ckungs­an­pas­sun­gen oder not­wen­di­ge Umver­pa­ckun­gen. Ver­pa­ckung ent­wi­ckelt sich damit zuneh­mend vom Neben­the­ma zum stra­te­gi­schen Com­pli­ance-Fak­tor (Cool­set, 2025). 

Welche ersten Schritte Unternehmen jetzt angehen sollten

Vie­le Unter­neh­men ste­hen aktu­ell vor der Fra­ge, wo kon­kret begon­nen wer­den soll­te. In der Pra­xis zeigt sich, dass ins­be­son­de­re drei The­men ent­schei­dend sind: die regu­la­to­ri­sche Rol­len­klä­rung, die Struk­tu­rie­rung des Ver­pa­ckungs­port­fo­li­os sowie der Auf­bau einer belast­ba­ren Daten­ba­sis. 

Gera­de Trans­pa­renz wird dabei zum zen­tra­len Erfolgs­fak­tor. Unter­neh­men müs­sen ver­ste­hen, wel­che Ver­pa­ckun­gen ein­ge­setzt wer­den, wel­che Mate­ria­li­en ent­hal­ten sind und wel­che regu­la­to­ri­schen Anfor­de­run­gen dar­aus ent­ste­hen. 

Welche Software unterstützt Unternehmen bei der PPWR-Umsetzung?

Für vie­le Unter­neh­men wird die PPWR nicht nur eine recht­li­che, son­dern vor allem eine daten­be­zo­ge­ne Her­aus­for­de­rung. Ent­schei­dend ist, Ver­pa­ckungs­in­for­ma­tio­nen struk­tu­riert zu erfas­sen, aktu­ell zu hal­ten und für Nach­wei­se, Lie­fe­ran­ten­ab­fra­gen, EPR-Mel­dun­gen und inter­ne Ent­schei­dun­gen nutz­bar zu machen.

Soft­ware­lö­sun­gen kön­nen Unter­neh­men bei der PPWR-Umset­zung unter­stüt­zen, wenn vie­le Pro­duk­te, Ver­pa­ckungs­va­ri­an­ten, Lie­fe­ran­ten oder Absatz­märk­te betrof­fen sind. Beson­ders rele­vant sind Sys­te­me für Ver­pa­ckungs­da­ten­ma­nage­ment, Pro­duct Infor­ma­ti­on Manage­ment, Spe­zi­fi­ka­ti­ons­ma­nage­ment, EPR-Report­ing, Recy­cling­fä­hig­keits­be­wer­tung und Lie­fe­ran­ten­da­ten­ma­nage­ment.

Eine geeig­ne­te PPWR-Soft­ware soll­te unter ande­rem dabei hel­fen,

  • Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­li­en, Gewich­te und Bestand­tei­le struk­tu­riert zu erfas­sen,
  • Recy­cling­fä­hig­keit und Ver­pa­ckungs­de­sign sys­te­ma­tisch zu bewer­ten,
  • Rezy­klat­an­tei­le und Mate­ri­al­in­for­ma­tio­nen zu doku­men­tie­ren,
  • Lie­fe­ran­ten­da­ten und Nach­wei­se zen­tral zu ver­wal­ten,
  • län­der­spe­zi­fi­sche EPR-Anfor­de­run­gen und Mel­de­pflich­ten abzu­bil­den,
  • tech­ni­sche Doku­men­ta­tio­nen und Kon­for­mi­täts­nach­wei­se vor­zu­be­rei­ten,
  • Daten­lü­cken im Ver­pa­ckungs­port­fo­lio sicht­bar zu machen,
  • Ver­än­de­run­gen im Ver­pa­ckungs­de­sign nach­voll­zieh­bar zu doku­men­tie­ren.

 

Für pro­du­zie­ren­de Unter­neh­men ist dabei wich­tig, dass Soft­ware allein die PPWR nicht löst. Vor der Aus­wahl eines Sys­tems soll­ten Rol­len, betrof­fe­ne Ver­pa­ckun­gen, Daten­quel­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und Pro­zes­se geklärt sein. Erst danach lässt sich sinn­voll ent­schei­den, ob ein spe­zia­li­sier­tes PPWR-Tool, ein bestehen­des ERP- oder PIM-Sys­tem, eine ESG-Soft­ware oder eine Kom­bi­na­ti­on meh­re­rer Sys­te­me geeig­net ist.

Am Markt gibt es ver­schie­de­ne Anbie­ter, die Ver­pa­ckungs- und Com­pli­ance-Daten digi­tal abbil­den. Dazu gehö­ren unter ande­rem spe­zia­li­sier­te Lösun­gen für Ver­pa­ckungs­da­ten, EPR-Report­ing und Recy­cling­fä­hig­keits­be­wer­tung sowie Platt­for­men für Pro­dukt- und Spe­zi­fi­ka­ti­ons­ma­nage­ment. Wel­che Lösung passt, hängt von Bran­che, Unter­neh­mens­grö­ße, Ver­pa­ckungs­port­fo­lio, vor­han­de­ner IT-Land­schaft und regu­la­to­ri­schem Bedarf ab.

Texul­ting unter­stützt Unter­neh­men dabei, die fach­li­chen Anfor­de­run­gen vor einer Soft­ware­aus­wahl sau­ber zu struk­tu­rie­ren. Wir prü­fen, wel­che Ver­pa­ckungs­da­ten benö­tigt wer­den, wo Daten­lü­cken bestehen, wel­che Pro­zes­se auf­ge­baut wer­den müs­sen und wel­che Anfor­de­run­gen eine PPWR-Soft­ware im kon­kre­ten Fall erfül­len soll­te.

Fazit

Die PPWR bedeu­tet für vie­le Unter­neh­men kei­ne kom­plet­te Neu­aus­rich­tung, aber eine deut­li­che Wei­ter­ent­wick­lung bestehen­der Anfor­de­run­gen. Ver­pa­ckung wird künf­tig nicht mehr nur unter Kos­ten- oder Logis­tikaspek­ten betrach­tet, son­dern als regu­la­to­ri­scher Bestand­teil der Wert­schöp­fungs­ket­te. 

Unter­neh­men, die früh­zei­tig Trans­pa­renz über ihre Ver­pa­ckungs­struk­tu­ren, Rol­len und Daten schaf­fen, wer­den die kom­men­den Anfor­de­run­gen deut­lich effi­zi­en­ter umset­zen kön­nen. 

An die­ser Stel­le unter­stüt­zen wir bei Texul­ting: von der Rol­len­iden­ti­fi­ka­ti­on über die Ana­ly­se von Ver­pa­ckungs­struk­tu­ren bis hin zum Auf­bau belast­ba­rer Daten- und Pro­zess­grund­la­gen für eine struk­tu­rier­te PPWR-Umset­zung. 

FAQ: Häufige Fragen zur PPWR

Was ist die PPWR?

Die PPWR, Pack­a­ging and Pack­a­ging Was­te Regu­la­ti­on, ist die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung. Sie schafft einen ein­heit­li­chen Rechts­rah­men für Ver­pa­ckun­gen und Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le in der EU. Ziel ist es, Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le zu redu­zie­ren, Recy­cling­fä­hig­keit zu ver­bes­sern und die Kreis­lauf­wirt­schaft zu stär­ken.

Ab wann gilt die PPWR?

Vie­le Anfor­de­run­gen der PPWR gel­ten ab dem 12. August 2026. Wei­te­re Vor­ga­ben wer­den schritt­wei­se ein­ge­führt, ins­be­son­de­re mit Blick auf Recy­cling­fä­hig­keit, Rezy­klat­an­tei­le, Kenn­zeich­nung, Ver­pa­ckungs­re­duk­ti­on und erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung.

Welche Unternehmen sind von der PPWR betroffen?

Die PPWR betrifft Unter­neh­men, die Ver­pa­ckun­gen oder ver­pack­te Pro­duk­te her­stel­len, impor­tie­ren, ver­trei­ben oder bereit­stel­len. Dazu gehö­ren Ver­pa­ckungs­her­stel­ler, Han­dels­un­ter­neh­men, Mar­ken­in­ha­ber, Impor­teu­re und Unter­neh­men, die Ver­pa­ckun­gen zukau­fen und unter eige­ner Mar­ke in Ver­kehr brin­gen.

Betrifft die PPWR auch kleine und mittlere Unternehmen?

Ja, klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men kön­nen eben­falls betrof­fen sein. Ent­schei­dend ist nicht nur die Unter­neh­mens­grö­ße, son­dern wel­che Rol­le das Unter­neh­men in der Ver­pa­ckungs- und Pro­dukt­wert­schöp­fungs­ket­te ein­nimmt. Auch KMU kön­nen Her­stel­ler, Impor­teur, Ver­trei­ber oder Lie­fe­rant im Sin­ne der PPWR sein.

Welche Anforderungen bringt die PPWR für Unternehmen?

Die PPWR bringt Anfor­de­run­gen an Ver­pa­ckungs­de­sign, Recy­cling­fä­hig­keit, Rezy­klat­an­tei­le, Kenn­zeich­nung, Doku­men­ta­ti­on, Kon­for­mi­täts­nach­wei­se und erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung. Außer­dem müs­sen Unter­neh­men ihre Ver­pa­ckungs­da­ten struk­tu­rier­ter erfas­sen und belast­bar nach­wei­sen kön­nen.

Warum sollten Unternehmen sich schon jetzt mit der PPWR beschäftigen?

Vie­le Unter­neh­men benö­ti­gen Vor­lauf, um Ver­pa­ckungs­da­ten, Lie­fe­ran­ten­in­for­ma­tio­nen, Rol­len, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und inter­ne Pro­zes­se zu klä­ren. Die Umset­zung betrifft häu­fig nicht nur ein­zel­ne Ver­pa­ckun­gen, son­dern gan­ze Ver­pa­ckungs­port­fo­li­os, Beschaf­fungs­pro­zes­se und Daten­struk­tu­ren.

Welche Verpackungsdaten werden für die PPWR wichtig?

Wich­tig wer­den ins­be­son­de­re Daten zu Ver­pa­ckungs­ar­ten, Mate­ria­li­en, Gewich­ten, Ver­pa­ckungs­be­stand­tei­len, Rezy­klat­an­tei­len, Recy­cling­fä­hig­keit, Lie­fe­ran­ten­in­for­ma­tio­nen und Ein­satz­be­rei­chen. Die­se Daten müs­sen nach­voll­zieh­bar, aktu­ell und intern ver­füg­bar sein.

Was bedeutet Recyclingfähigkeit im Zusammenhang mit der PPWR?

Recy­cling­fä­hig­keit bedeu­tet, dass Ver­pa­ckun­gen so gestal­tet sein müs­sen, dass sie tech­nisch und prak­tisch recy­celt wer­den kön­nen. Dafür wer­den Ver­pa­ckungs­de­sign, Mate­ri­al­kom­bi­na­tio­nen, Trenn­bar­keit, Kenn­zeich­nung und Ver­wer­tungs­we­ge rele­van­ter.

Was bedeutet erweiterte Herstellerverantwortung bei Verpackungen?

Erwei­ter­te Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung bedeu­tet, dass Unter­neh­men stär­ker Ver­ant­wor­tung für Ver­pa­ckun­gen über­neh­men, die sie in Ver­kehr brin­gen. Dazu gehö­ren unter ande­rem Regis­trie­rung, Mel­dung, Gebüh­ren, Samm­lung, Ver­wer­tung und Nach­wei­se im Zusam­men­hang mit Ver­pa­ckungs­ab­fäl­len.

Welche Software unterstützt Unternehmen bei der Einhaltung der PPWR?

Soft­ware kann Unter­neh­men bei der PPWR unter­stüt­zen, indem Ver­pa­ckungs­da­ten, Mate­ria­li­en, Gewich­te, Rezy­klat­an­tei­le, Recy­cling­fä­hig­keit, Lie­fe­ran­ten­nach­wei­se und EPR-rele­van­te Infor­ma­tio­nen zen­tral ver­wal­tet wer­den. Je nach Unter­neh­men kom­men spe­zia­li­sier­te PPWR-Tools, Ver­pa­ckungs­da­ten­ban­ken, PIM-Sys­te­me, ESG-Soft­ware oder Spe­zi­fi­ka­ti­ons­ma­nage­ment-Sys­te­me infra­ge.

Welche Anbieter bieten PPWR-Compliance-Software für produzierende Unternehmen?

Es gibt ver­schie­de­ne Anbie­ter für PPWR-Com­pli­ance-Soft­ware und Ver­pa­ckungs­da­ten­ma­nage­ment. Dazu gehö­ren spe­zia­li­sier­te Lösun­gen für Ver­pa­ckungs­da­ten, EPR-Report­ing und Recy­cling­fä­hig­keits­be­wer­tung sowie Platt­for­men für Pro­dukt­da­ten, Spe­zi­fi­ka­tio­nen und Lie­fe­ran­ten­in­for­ma­tio­nen. Wel­che Lösung geeig­net ist, hängt von Ver­pa­ckungs­port­fo­lio, Daten­la­ge, IT-Sys­te­men und betrof­fe­nen Märk­ten ab.

Braucht jedes Unternehmen eine eigene PPWR-Software?

Nicht jedes Unter­neh­men braucht sofort eine eige­ne PPWR-Soft­ware. Bei weni­gen Ver­pa­ckun­gen kann zunächst eine struk­tu­rier­te Daten­er­he­bung aus­rei­chen. Bei vie­len Pro­duk­ten, Ver­pa­ckungs­va­ri­an­ten, Lie­fe­ran­ten oder EU-Märk­ten wird eine digi­ta­le Lösung jedoch sinn­voll, um Daten­qua­li­tät, Nach­wei­se, Zustän­dig­kei­ten und Aktua­li­sie­run­gen zuver­läs­sig zu steu­ern.

Was sollten Unternehmen als erstes tun?

Unter­neh­men soll­ten zuerst klä­ren, wel­che Rol­le sie im Sin­ne der PPWR ein­neh­men, wel­che Ver­pa­ckun­gen betrof­fen sind und wel­che Daten bereits vor­lie­gen. Danach soll­ten Ver­pa­ckungs­port­fo­lio, Lie­fe­ran­ten­in­for­ma­tio­nen, Ver­ant­wort­lich­kei­ten und mög­li­che Daten­lü­cken struk­tu­riert geprüft wer­den.

Wie unterstützt Texulting bei der PPWR?

Texul­ting unter­stützt Unter­neh­men bei der Rol­len­iden­ti­fi­ka­ti­on, Ana­ly­se von Ver­pa­ckungs­struk­tu­ren und dem Auf­bau belast­ba­rer Daten- und Pro­zess­grund­la­gen. Wir hel­fen dabei, PPWR-Anfor­de­run­gen prag­ma­tisch ein­zu­ord­nen und die nächs­ten Umset­zungs­schrit­te pas­send zum Unter­neh­men zu struk­tu­rie­ren.

Quellen:

Cool­set (2025). PPWR com­pli­ance dead­lines explai­ned: What appli­es from August 2026 and what comes later. Ams­ter­dam: Cool­set. https://www.coolset.com/academy/ppwr-compliance-deadlines-explained-what-applies-from-august-2026-and-what-comes-later 

Euro­päi­sche Kom­mis­si­on (2025). Pack­a­ging was­te. Brüs­sel: Euro­päi­sche Kom­mis­si­on. https://environment.ec.europa.eu/topics/waste-and-recycling/packaging-waste_en 

Euro­päi­sche Uni­on (2025). Ver­ord­nung (EU) 2025/40 des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates über Ver­pa­ckun­gen und Ver­pa­ckungs­ab­fäl­le. Brüs­sel: Amts­blatt der Euro­päi­schen Uni­on. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2025/40/oj/eng 

IHK (2025). Merk­blatt: Die neue euro­päi­sche Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR) 2025. Ber­lin: Deut­sche Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (DIHK). https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/6445530/a5682083c196b98fbc86d2e49d57af05/merkblatt-die-neue-europaeische-verpackungsverordnung-ppwr-2025-data.pdf 

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